Teddys Reise
Der ganz normale Wahnsinn
Dienstag, 3. August 2010
Heute morgen als ich mein Mailpostfach öffnete, lag dort eine Mail, die mir mitteilte, dass Teddy wieder in einer Dose liegt.
Die letzte Reise für Teddy war im September 2007 von den Lofoten nach Australien und dort kamen nur noch Mitteilungen aber Teddy wurde nicht in eine Dose gelegt.
Nun liegt Teddy glücklich und zufrieden in einer Dose nahe der Stadt Darwin in Australien.
Damit ist Teddy nun 17433km gereist und ich hoffe es werden noch viel viel mehr und ich hoffe ich bekomme nun mal wieder eine Postkarte von Teddy.
Dienstag, 8. September 2009
Meine kleine Story-Duck-Bug ist weitergereist, sie befindet sich immernoch in Bayern. Aber im Gegensatz zu Teddy hört man wenigstens noch was von ihr.
Heute habe ich von einer Geocacherin eine neue Geschichte von der Ente bekommen:
Claudia hat mir geschrieben:
Hallo du,
hier also meine Geschichte, mit dieser Ente. Eigentlich hatte ich den TB nicht mal aus dem Cache mitgenommen, aber.... Gut, ich muss anders anfangen.
Also folgendes, ich und froemar waren gemeinsam cachen und beschlossen, diesen Cache " Herr der Schilder " zu heben, gesagt getan, zwar mit einigen Schwierigkeiten, aber: Fakt ist, irgendwann standen wir im Wald und hatten eine Munitionskiste vor uns. Geschafft.
Und da kam, diese kleine schnufflige Ente zum Vorschein. Und da konnte froemar nicht anders und nahm das kleine Ding mit. Zuerst baumelte sie ständig aus seiner Hosentasche, da froemar ja keinen Rucksack mitgenommen hatte. Dann kam ihm eine Idee, da ich sein Getränk sowieso schon in meinem Rucksack trug, hängte er mir diese schnuffelige kleine Ente auch noch an diesem. Und da blieb sie natürlich dann auch, bis ich zu Hause war.
Und da froemar und ich 20 km auseinander wohnen, war wohl klar, wer den TB dann auch loggen durfte. Das Blöde war halt dann wirklich noch, das irgendein Cacher vergessen hatte diesen zu loggen. Folglich war der TB gar nicht vorhanden. Das man, wenn so etwas passiert, über diese eingestanzte Nummer, auf dem TB, auch suchen konnte erfuhr ich erst nachdem ich glaube ich ca. 23 User durchleuchtet hatte, ob die nicht diesen TB irgendwo mal geloggt hatten. Aber letztendlich, hab ich ihn ja doch noch loggen können und hab ihn auch in einer wunderschönen Gegend, an einem alten schnuffligen Wirtshaus wieder ausgesetzt.
Damit ist Ente nun 1495km rumgereist.
Donnerstag, 6. August 2009
Da hat mal wieder jemand das Prinzip eines Travelbugs beim Geocachen nicht verstanden.
Nachdem ich vor kurzem eine Postkarte bekommen hatte, hab ich nun eine Mitteilung erhalten.
Den Teddy hat die Postkarten-Schreiberin wieder an denjenigen zurückgegeben, der ihn vorher hatte. Mein Gefühl sagt mir gerade, dass ich nun wieder lange lange warten kann, bis ich von Teddy ein Lebenszeichen bekomme oder nie mehr was höre.
Was ist so schwer daran, ihn einfach in einen Geocache zu legen und dies auf der Webseite zu posten!
Teddy war so gut davor wirklich weit rum zukommen.
Ich bin traurig!
Mittwoch, 15. Juli 2009
Ich habe heute eine Postkarte bekommen, von einer Geocacherin, die Teddy bei sich hat.
Dabei hab ich Teddy doch erst vor kurzem abgeschrieben
Nun ist Teddy laut Postkarte in Chicago. Ich hoffe die derzeitige Geocacherin wird Teddy auf der Geocaching webseite noch loggen. In Australien wurde er leider nicht geloggt.
Schade - aber dafür scheint Teddy noch zu leben. Ich hoffe es geht weiter mit seiner Reise.
Totgeglaubte leben länger oder wie war das?
Mittwoch, 1. Juli 2009
Hiermit melde ich den Tod von Teddy.
Nach einer 3571km langen Reise quer durch die Welt, fiel Teddy
einem doofen Geocacher zum Opfer.
Zuletzt gesichtet wurde Teddy in Sydney - Australien.
Danach hat man nie wieder etwas von ihm gehört.
Mehrere Emails an den letzten Finder, den bösen Geocacher, liefen ins Leere
Man antwortete mir nicht.
Da Teddys Verschwinden nun ein Jahr her ist - erkläre ich meinen Teddy für offziell Tot.
An Teddy:
Mögen die Götter dich gut behüten, lieber Teddy.
Ente und ich denken an dich und Ente wird versuchen dein Erbe (3571km) zu toppen.
Montag, 29. Juni 2009
... die sind einfach zauberhaft:

und ich sag nicht wo das war - findet den selbst!
Donnerstag, 11. Juni 2009
Meine Story-Duck-Bug ist gerade in Händen von ganz lieben Geocachern.
Die Aufgabe der Geocacher, die meine Ente finden, ist eigentlich eine kleine Geschichte zu schreiben über ihre Tour, auf der sie meine Ente finden.
Nun hab ich heute ein Geschichte bekommen.
Vielen Dank an das Team Wir Fische
Hier die Geschichte:
Biohazard – Ein Killervirus bedroht Franken
Es sollte ein ganz normaler Nachtcache werden. Unser Erster. Bei Sonnenuntergang traf sich unser Team, bestehend aus 9 Cachern. Zum Teil waren einige unter uns absolute Neulinge. Wir wussten ja nicht, was auf uns zukam. Unsere Teamleiter erklärten uns in einem Briefing die angebliche Mission. Sie bestand darin als Agenten in ein Labor einzudringen und die Formel für ein sehr bösartiges Virus sicherzustellen, bevor sie Terroristen in die Hände fallen kann. Also begaben wir uns bewaffnet mit GPS-Geräten, Periodensystem, Laserpointer, Schwarzlichtlampe, Taschenlampen und viel Proviant (geplante Dauer der Tour 3,5 Stunden) auf den Weg.
Blaue, mysteriös schimmernde Lichter führten uns immer tiefer in den düsteren, stillen Wald. Noch war die Stimmung gut. Die ersten Stationen waren auch sehr schnell gelöst. Je weiter die Zeit fortschritt und je dunkler es wurde, wurde uns langsam bewusst, dass wir einem schrecklichen Geheimnis auf der Spur waren. Während zitternd unsere Taschenlampen nur spärlich das Gehölz erhellten, beschlich uns zudem der schreckliche Verdacht verfolgt zu werden. Auf offenem Feld sahen wir einige hundert Meter hinter uns Lichter. Wir beschleunigten unseren Schritt, stolperten über Wurzeln, doch sie kamen immer näher. Das Herz schlug uns bis zum Hals. Nach kurzer Teambesprechung suchten wir uns ein Versteck zwischen den Bäumen. Mit Angstschweiß auf der Stirn, beobachteten wir, wie die Unbekannten an uns vorbeigingen.
Nachdem uns der Abstand zu der anderen Gruppe groß genug erschien setzten wir unsere Mission fort. Es ging tiefer in den Wald. Und wieder beschlich uns das Gefühl nicht allein zu sein. Wir versteckten uns fast eine Stunde und warteten bis uns zwei weitere Gruppen Unbekannter passiert hatten. Bevor uns das Magenknurren eines Agenten verriet beschloss er Tannenzapfen zu essen – Wir nahmen unsere Mission sehr ernst...
Völlig verspannt begaben wir uns aus dem Versteck, um nach kurzer Zeit einen schrecklichen, uns den Atem verschlagenden Fund zu machen. Es ist zu grausam es hier zu nennen. Wir spürten in diesem Moment, wie nah wir der Lösung der Mission schon gekommen waren. Auch fragten wir uns, ob wir den Sonnenaufgang noch erleben werden. Um die Angst abzuschütteln, rannten wir weiter. Wir fürchteten das Ableben unserer GPS-Geräte, die wir doch so sehr brauchten. Wir bahnten uns den Weg durch dichtes Unterholz, sprangen über scheinbar verseuchte Gewässer und fanden neue Hinweise. Wir gingen diesen nach und fanden auf dem Weg 3 verstörte Zivilisten. Sie kamen nicht mehr weiter und baten uns um Hilfe. Ihnen war die Angst in das Gesicht geschrieben. Wir konnten ihnen auch nur kurz Schutz bieten, denn die Zeit drängte. Nachdem wir uns von ihnen entfernt hatten drohte unsere Mission kurz vor dem Ziel zu scheitern. Ein unglaublich schweres Rätsel bereitete uns Kopfzerbrechen bis unser Kryptologe schließlich doch auf die Lösung kam.
Mittlerweile hatte sich der Himmel zugezogen und es begann zu regnen, was den Wald noch unheimlicher erscheinen ließ. Schnellen Schrittes und auf einigen Umwegen vorbei an Giftmüll und anderen Gefahren erreichten wir die Zielkoordinaten. Nach einer langwierigen Suche konnten wir schließlich das Geheimnis um das Killervirus lüften. An diesem verseuchten Ort fanden wir eine einsame, verschreckte Ente. Wir beschlossen sie aus dieser gefährlichen Lage zu retten und sie zu gegebener Zeit an einem angenehmeren Ort wieder freizulassen. Bis dahin halten wir sie in Quarantäne...
Wir Fische
Vielen lieben Dank an Wir Fische aus Oberpfalz
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